529
Johann Wolfgang von Goethe
Eigh. Nachschrift zu Brief von Kirms. 1/2 S., 1807.
Schätzung:
€ 4.000
Ergebnis:
€ 6.350

(inklusive Aufgeld)
529
Johann Wolfgang von Goethe
Eigh. Nachschrift zu Brief von Kirms. 1/2 S., 1807.
Schätzung:
€ 4.000
Ergebnis:
€ 6.350

(inklusive Aufgeld)
 

Johann Wolfgang von Goethe
Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift "G". Undatiert [Weimar, 2. Mai 1807]. 1/2 S. 34,5 : 20,5 cm.

Unwillige Nachbemerkung zu einem Brief von Franz Kirms, in dem dieser ihm von Querelen bei einer Rollenbesetzung am Theater berichtet.

Kirms schreibt über die Weigerung der Schauspielerin Reinhold, in einer Oper die Rolle einer alten Frau anzunehmen. "Dies Benehmen ist ein schlechter Eingang auf die Anträge der Demoiselle Jagemann .. Wie, wenn Demoiselle Elstermann diese Frau nur ein einziges Mahl spielte, damit diese Reinhold beschämt werde. Ich glaube, Sie thut es gleich, wenn Ew. Excellenz es wünschen .."
Goethe bemerkt unwillig: "Wenn dergleichen vorauszusehen; so wünschte ich doch daß man mir das Bedenken eröffnete ehe ich die Rollen unterschreibe. Es ist mir sehr unangenehm compromittirt zu werden. Das Stück wünsche ich erst zu lesen, denn ich habe gar keinen Begriff davon und verließ ich darauf daß bey der Besetzung keine Contestation seyn würde. G"
Franz Kirms gehörte von 1791 bis 1824 zur Hoftheaterleitung und war Goethes rechte Hand in Theaterangelegenheiten.

- PROVENIENZ: Stargardt, Auktion 327 (Berlin 1931), Nr. 7.

LITERATUR: WA-Nr. 05360a.

Grumpy postscript to a letter from Franz Kirms, in which Kirms tells him about quarrels over casting roles at the theatre. Autograph postscript signed "G". 1/2 p. 34,5 : 20,5 cm.