Auktion: 524 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst II am 10.12.2021 in München Lot 19

 

19
Fritz Winter
Weiß zwischen Rot und Blau, 1969.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 50.000 - 70.000
+
Weiß zwischen Rot und Blau. 1969.
Öl auf Leinwand.
Lohberg 2703. Rechts unten signiert und datiert. Verso signiert, datiert und betitelt. 130 x 97 cm (51,1 x 38,1 in).

• Seit über 40 Jahren in Privatbesitz.
• Winter gilt seit seiner Beteiligung an der documenta I (1955) als einer der führenden Vertreter des deutschen Informel und der abstrakten Nachkriegsmoderne.
• Vor der Entstehung unseres Werks ist Winter bereits dreimal auf der documenta in Kassel vertreten: documenta 1 (1955), documenta II (1959) und III (1964)
.

PROVENIENZ: Privatsammlung Kassel.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (1980 vom Vorgenannten erworben).

Aufrufzeit: 10.12.2021 - ca. 14.54 h +/- 20 Min.

Fritz Winter ist einer der wichtigsten Künstler der abstrakten deutschen Kunst nach 1945. Schon auf der ersten documenta 1955 wird seine Bedeutung als Kontinuum der Abstraktion über den Krieg hinweg gewürdigt. Durch seine Professur an der Werkakademie in Kassel (1955–1970) hat er im weiteren großen Einfluss auf die nachfolgenden Generationen und kann das Rüstzeug, das er selbst durch Lehrer wie Paul Klee am Bauhaus erhalten hat, weitergeben. Seine Kompositionen der 1960er Jahre werden zunehmend von der Fläche beherrscht. Die nun entstehenden Schablonenbilder zeigen auch, dass Fritz Winter sich durchaus vom rein malerischen Vorgehen der 1950er Jahre entfernt und neue Vorgehensweisen einbezieht. In diesem Werkkomplex der Schablonenbilder verzahnen sich die klar umrissenen Formen zu Farbbändern und -flächen. Feine, ebenfalls klar umrissene Winkel und Ecken lösen in unserem Gemälde die länglichen Farbbänder auf. Eine vertikale, feine, weiße Linie durchschneidet die Komposition an zentraler Stelle. Im Gestaltungsprozess entsteht sie durch Abkleben darunterliegender Farbebenen. Das flächige Blau ist der letzte Schritt, mit dem Fritz Winter die Komposition vollendet und die Formen der Bänder entstehen lässt. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Fritz Winter "Weiß zwischen Rot und Blau"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Für Originalkunstwerke und Fotographien wird zur Abgeltung des gemäß §26 UrhG anfallenden Folgerechts eine Umlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer erhoben.