523
Johann Wolfgang von Goethe
Billet von Schreiberhand an H. C. A. Eichstädt. 1 S., 1805.
Schätzung:
€ 5.000
Ergebnis:
€ 5.715

(inklusive Aufgeld)
523
Johann Wolfgang von Goethe
Billet von Schreiberhand an H. C. A. Eichstädt. 1 S., 1805.
Schätzung:
€ 5.000
Ergebnis:
€ 5.715

(inklusive Aufgeld)

Johann Wolfgang von Goethe
Billet von Schreiberhand (F. W. Riemer), eigenhändig signiert "G". Weimar, 21. Mai 1805. 1 S. 9,5 : 16 cm. Mit gestochener Bordüre.

Bitte an Eichstädt, das Erscheinen seiner Übersetzung von Rameaus Neffe in der Jenaischen Allgemeinen Literaturzeitung anzukündigen.

"Wollten Ew. Wohlgeb. die Gefälligkeit haben Beyliegendes in das Intelligenzblatt setzen zu lassen, damit von dem Werkchen zum Publicum etwas gesprochen werde, bis Ew. Wohlgeb. einen künftigen Recensenten dazu wählen. - Die Herren Riepenhausen haben ihre polygnotischen Zeichnungen [des Gemäldes auf der rechten Seite der Lesche von Delphi] herausgegeben .. Nächstens erhalten Sie auch eine Recension von dem Hirtischen Bilderbuch für Mythologie etc .."
Goethes Übertragung des philosophischen Dialogs Rameaus Neffe von Diderot erschien Ende Mai 1805 bei dem Verleger Göschen. Es war die Erstausgabe des Werkes überhaupt, dessen Manuskript nach Diderots Tod 1784 verschollen war. Über Goethes Jugendfreund Klinger kam eine Abschrift aus der Petersburger Eremitage nach Weimar. - Die genannte Publikation von Umrißzeichnungen der Brüder Riepenhausen, in deren Erläuterungen die griechische Kunst gegenüber der christlichen abgewertet wird, veranlaßte Goethe und Meyer zu einer scharfen Stellungnahme gegen die zum Katholizismus konvertierten Zeichner.

LITERATUR: WA-Nr. 05094.

Billet by Goethe's secretary F. W. Riemer, signed "G". To Eichstädt, whom he asks to announce his translation of Diderot's "Rameaus Neffe". 1 p. 9,5 : 16 cm. With engr. border.(R)