531
Johann Wolfgang von Goethe
Eigh. Nachschrift zu einem Brief von Kirms. 1/2 S., 1811.
Schätzung:
€ 3.000 Ergebnis:
€ 5.080 (inklusive Aufgeld)
531
Johann Wolfgang von Goethe
Eigh. Nachschrift zu einem Brief von Kirms. 1/2 S., 1811.
Schätzung:
€ 3.000 Ergebnis:
€ 5.080 (inklusive Aufgeld)
Johann Wolfgang von Goethe
Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift "G". Undatiert [Weimar, März 1811?]. 7 Zeilen. 34 : 20,5 cm.
Nachbemerkung zu einem Brief von Franz Kirms, in dem dieser über den Schauspieler und Regisseur August Wilhelm Iffland berichtet.
Kirms schreibt: "Daß H. Iffland wünscht, den Tasso so gestrichen zu bekommen, wie er hier gestrichen ist, kommt mir bedenklich vor, und es geschieht wahrscheinlich Wolfs wegen, daß er dieses Stück einstudieren lassen will. Er sagte mir zu jener Zeit, ich möchte dies Stück gerne in Berlin geben: Allein es gehörte zu dessen Aufführung ein gesittetes Publicum, wie das hiesige ist, und ein anderes Haus, wo man nicht zu bellen braucht, um verstanden zu werden. Ein ander Mahl fragte er mich, ob Wolfs Gastrollen geben dürften? Sie hätten ihn in Leipzig deshalb sehr angegangen. Dabey versicherte er mich, er würde niemand an dem hiesigen Theater Gastrollen gestatten .. niemahls aber würde er wieder vom Weimarischen Theater engagieren, wenn auch ganz Berlin auf ihn eindringen sollte .."
Goethe äußert dazu: "Vorstehende Gründe überzeugen mich, so dass ich meine Einwilligung in die Absendung einer redigirten Abschrift von Tasso nicht versagen kann. G"
Iffland (1759-1814) gastierte an allen bedeutenden Bühnen im deutschsprachigen Raum, in Weimar gleich mehrere Male. Goethe schätzte Iffland als Schauspieler außerordentlich. Iffland diente ihm als Vorbild bei der Formung des Weimarer Ensembles und seines Schauspielstils.
- PROVENIENZ: Stargardt, Auktion 327 (Berlin 1931), Nr. 6.
LITERATUR: WA-Nr. 06131a (nach dem Katalogabdruck bei Stargardt).
Autograph postscript of 7 lines with signature "G" to a letter from Franz Kirms in which he reports on the successful actor and director August Wilhelm Iffland. (R)
Eigenhändiges Schriftstück mit Unterschrift "G". Undatiert [Weimar, März 1811?]. 7 Zeilen. 34 : 20,5 cm.
Nachbemerkung zu einem Brief von Franz Kirms, in dem dieser über den Schauspieler und Regisseur August Wilhelm Iffland berichtet.
Kirms schreibt: "Daß H. Iffland wünscht, den Tasso so gestrichen zu bekommen, wie er hier gestrichen ist, kommt mir bedenklich vor, und es geschieht wahrscheinlich Wolfs wegen, daß er dieses Stück einstudieren lassen will. Er sagte mir zu jener Zeit, ich möchte dies Stück gerne in Berlin geben: Allein es gehörte zu dessen Aufführung ein gesittetes Publicum, wie das hiesige ist, und ein anderes Haus, wo man nicht zu bellen braucht, um verstanden zu werden. Ein ander Mahl fragte er mich, ob Wolfs Gastrollen geben dürften? Sie hätten ihn in Leipzig deshalb sehr angegangen. Dabey versicherte er mich, er würde niemand an dem hiesigen Theater Gastrollen gestatten .. niemahls aber würde er wieder vom Weimarischen Theater engagieren, wenn auch ganz Berlin auf ihn eindringen sollte .."
Goethe äußert dazu: "Vorstehende Gründe überzeugen mich, so dass ich meine Einwilligung in die Absendung einer redigirten Abschrift von Tasso nicht versagen kann. G"
Iffland (1759-1814) gastierte an allen bedeutenden Bühnen im deutschsprachigen Raum, in Weimar gleich mehrere Male. Goethe schätzte Iffland als Schauspieler außerordentlich. Iffland diente ihm als Vorbild bei der Formung des Weimarer Ensembles und seines Schauspielstils.
- PROVENIENZ: Stargardt, Auktion 327 (Berlin 1931), Nr. 6.
LITERATUR: WA-Nr. 06131a (nach dem Katalogabdruck bei Stargardt).
Autograph postscript of 7 lines with signature "G" to a letter from Franz Kirms in which he reports on the successful actor and director August Wilhelm Iffland. (R)
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